Foto: Andreas Hüser / Ostfriesische Landschaft

Die Vandalen

Die Könige, die Eliten, die Krieger und die Handwerker, Sonderausstellung 29. März bis 26.Oktober 2003, tägl. 10-17 Uhr, Do 10 - 20 Uhr.

Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern, 37639 Bevern, Tel. 05531 / 994015, Fax: 05531 / 994020, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Homepage: www.vandalen-in-bevern.de

Erstmals in Westeuropa wird diese einmalige hochkarätige Ausstellung der Marie Curie-Sklodowska Universität Lublin und des Landesmuseums Zamosc im Weserrenaissance Schloss Bevern zu sehen sein. Ausgehend von ihrer alten Heimat in Skandinavien und Dänemark setzten sich die Vandalen schon in der Zeit des 1. Jhs. v. Chr. hauptsächlich im heutigen Polen bis etwa in die Zeit um 400 n. Chr. fest. Der Hunnensturm und die Wirren der Völkerwanderung führten die Vandalen nach der Durchquerung Westeuropas von Südspanien aus an die nordafrikanische Küste. Hier gründete König Geiserich (428 - 477 n. Chr.) nach Eroberung einer der wertvollsten römischen Provinzen das Vandalenreich, das bald nach seinem Tode zusammenbrach. Von der zwischen Oder und Weichsel zurückgebliebenen Restbevölkerung der Vandalen blieben keine Spuren mehr zurück.

Die Ausstellung will sich besonders mit dem älteren Abschnitt der Vandalengeschichte, von der die alten Schriftsteller nur wenig zu berichten wissen, auseinandersetzen. Das in den letzten Jahrzehnten geborgene bedeutende archäologische Vermächtnis dieses germanischen Volkes, Münzschätze, Händlerdepots, Kriegergrabausstattungen, prunkvolle Beigaben aus Fürstengräbern, unzählige reich verzierte Keramikgefäße u. v. m. wird in der Ausstellung zu sehen sein. Insgesamt sind es weit über 1000 hochrangige Exponate aus Polen, der Ukraine und Tschechien, die teils zum ersten Mal für die kulturinteressierte Öffentlichkeit zugänglich sind. Ein Höhepunkt sind die ca. 15 Krieger, in Lebensgröße nachgebildet, die sich in voller Tracht und Bewaffnung den Besuchern präsentieren. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.