Foto: Andreas Hüser / Ostfriesische Landschaft

DAS SILBERNE PFERD. Archäologische Schätze zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus

Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern, Landkreis Holzminden, Schloss 1, 37639 Bevern, Tel.: 05531/994010, Fax: 05531/994020

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Homepage: www.schloss-bevern.de

Mo-So. 9.00-17.00 Uhr geöffnet. Mo. geschlossen, außer an Feiertagen.

Erstmals in Deutschland wird diese hochrangige Präsentation bei uns im Weserbergland bis zum 24. Oktober 2010 gezeigt. Ende des 19. Jahrhunderts zog es Ingenieure, Geologen, Naturforscher aber auch Ärzte, die das Abenteuer suchten, in den weitgehend für Sie unbekannten Süden Russlands. Den Zaren fehlte es hier an Fachleuten für den mit großen Investitionen betriebenen Bau von Eisenbahnlinien, zur Errichtung neuer Fabriken und der Modernisierung des Bergbaus. Eine Berührung mit den unübersehbaren Spuren der Vergangenheit blieb dabei nicht aus und so mancher kehrte mit einem archäologischen Fund als Souvenir von seiner Reise zurück. So entstanden große Privatsammlungen, die bald neben den russischen auch die deutschen und polnischen Archäologen und Gelehrten dazu veranlassten, den versunkenen Kulturen in diesem weitgehend noch unerforschten Land erste Geheimnisse zu entlocken. Unter den Tataren hießen sie nur die "Totengräber", aber was die Archäologen in der Fremde entdeckten, ist der wahre Schatz, ist die Geschichte hinter der Geschichte.

In der Ausstellung zu sehen ist die größte Sammlung an spätbronze- / früheisenzeitlichen Objekten aus dem Kaukasus, die außerhalb Russlands existiert. Spektakulär sind die Gold- und Silberfunde aus dem skythischen Prizessinengrab von Ryzanovka (Ukraine). Die große silberne, vergoldete Phalere, die aus einem Schatzfund stammt ‑ das Logo der Ausstellung ‑ wird den Sarmaten zugeordnet. Aber auch kleine Dinge, wie z.B. eine Glasperle mit Gesichtsdarstellung aus sarmatischen Fundzusammenhang erregt die Aufmerksamkeit der Besucher. Als Schlusspunkt der auf ca. 1000 qm Fläche präsentierten Ausstellung ist der Nachbau des 1896 fotografierten Forschungszimmers Rudolf Virchows in der Charité zu sehen. Und in diesem Zimmer taucht Virchow wieder auf, um seine Ausgrabungsfunde aus dem Kaukasus zu untersuchen.