Foto: Andreas Hüser / Ostfriesische Landschaft

Immo Heske neuer Kustos der Göttinger Lehrsammlung

Im zurückliegenden Jahr sind am Göttinger Seminar für Ur- und Frühgeschichte die Weichem für die Zukunft gestellt worden. Nachdem in einem erfreulich zügigen Besetzungsverfahren Prof. Dr. Lorenz Rahmstorf die Position des Institutsdirektors in der Nachfolge von Prof. Dr. K.-H. Willroth zum 01.04.2017 übernommen hat, wurde auch die Stelle des Kustos der Lehrsammlung des Seminars für Ur- und  Frühgeschichte neu besetzt.

Auf dieser Position wirkten in den zurückliegenden Jahrzehnten u. a. Klaus Raddatz, Heiko Steuer und Hans-Georg Stephan. Damit waren jeweils auch unterschiedliche Ausrichtungen in der Erweiterung der Lehrsammlung oder auch bei den Forschungs- und Geländearbeiten verknüpft. An der Durchführung von Lehrgrabungen hat sich wenig geändert, vielmehr ist mit dieser Stelle mittlerweile aber auch ein erhebliches Lehrdeputat verknüpft. Seit dem 01.10.2017 ist Dr. Immo Heske für die Lehrsammlung, verschiedene Redaktionsarbeiten und die Lehre zuständig. Immo Heske promovierte über die Hünenburg bei Watenstedt. Kr. Helmstedt, und ihr Umland und war daraufhin für zwei Jahre wissenschaftlichen Volontär am Braunschweigischen Landesmuseums in der Abt. Ur- und Frühgeschichte unter dem Oberkustos Wolf-Dieter Steinmetz tätig, mit dem er verschiedene Ausstellungen realisierte. Anschließend kehrte er an das Göttinger Seminar für Ur- und Frühgeschichte zurück, um in zwei aufeinander folgenden Forschungsprojekten mit Förderung der DFG und dem niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur den Herrschaftskomplex bei Watenstedt in zahlreichen Facetten und mit neu entdeckten Fundstellen zu erforschen. Dieses Projekt brachte es mit sich, dass die Bearbeitung allein der jüngeren Bronze- und frühe Eisenzeit erheblich erweitert wurde und auch Fragestellungen zum Neolithikum und zum Übergang vom Neolithikum in die frühe Bronzezeit in den Fokus rückten. Neben der Durchführung von Lehrgrabungen auf verschiedenen Fundstellen, ganz aktuell auch das zeitgleiche Siedlungsumfeld am monumentalen Grabhügel des „König Hintz“ in Seddin, Prignitz, zählt zu seinen Aufgaben, die Forschungen des Göttinger Institutes verstärkt auch mit Ausstellungen zu  präsentieren und besonders Abschlussarbeiten mit niedersächsischen Sachthemen zu betreuen.